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Springer, Programmieren mit Modula 3
Autoren: Lászlo Böszörményi & Carsten Weich

Literatur ... 

 
     
 

Okay - eine Frage brennt ihnen jetzt sicher auf der Seele:
Was zur Hölle ist eigentlich Modula?

Modula ist eine Programmiersprache, die für den Unterrichtsbetrieb an Universitäten und Hochschulen entwickelt wurde. Im normalen Alltagsleben werden sie ihr also nicht begegnen.

Böse Zungen behaupten daher, sie habe den ausschließlichen Zweck, Studenten zu ärgern.
Tatsächlich wahr ist, dass Modula auf Pascal basiert und in der Praxis wirklich nur zur praktischen Übung für Informatikstudenten oder Studenten verwandter Fachgebiete verwendet wird und es daher Einschränkungen gibt, die auf den ersten Blick überflüssig erscheinen - quasi nur Lehrbuchcharakter, aber keinen wirklich praktischen Nutzen besitzen.


ISBN 3-540-57911-7

 
 

Wie dem auch sei - es handelt sich also nicht um eine mächtige kommerzielle Sprache mit vielen Funktionen. Der Funktionsumfang ist eng begrenzt auf die Dinge, die Studenten damit lernen und üben sollen. Insbesondere Objektklassen etc.
Modula basiert auf Object-Pascal. Der Compiler ist für viele Systeme frei erhältlich. Letztlich ist "Compiler" aber etwas hochtrabend formuliert. Eigentlich handelt es sich um einen "Übersetzer", der aus Modula-Code ein gutes, altes C-Programm macht und dann mit einem C-Compiler in ein ausführbares Programm umwandelt.

Grafische Oberflächen, Debugger etc. werden sie für Modula (mit Absicht) vergeblich suchen. Leider verhält es sich mit Büchern zu diesem Thema ähnlich: de facto ist dies das EINZIGE mir bekannte deutschsprachige Buch zu Modula 3. Das heißt unter anderem auch, dass es jedes Jahr zu Anfang des Semesters chronisch ausverkauft ist.

Tatsache ist, dass sie in diesem Buch eine gute Einleitung finden. Es richtet sich explizit an Studenten und enthält daher auch Lehrinhalte, die in den üblichen Praktika, in welchen Modula gelehrt wird, zur Anwendung kommen.
Der Autor ist selbst Informatikprofessor an der Universität Klagenfurth, war also selbst einst leidgeprüfter Student, und kennt daher die Schwierigkeiten der Sprache.

Was dem Buch leider abgeht: es ist ganz klar ein Lehrbuch. Eine Sprachreferenz gibt es nicht.

Fazit: Ein sinnvoller Begleiter für Info-Studenten, sofern ein Modulapraktikum vor der Tür steht.

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